Was ist eigentlich ein Modelrelease?

Das englische Wort für „Freistellungserklärung“ meint einen Vordruck, mit dem die fotografierte Person einem Fotografen, einem Verlag oder einer Agentur gestattet, seine Fotos zu verwerten. Dieser Vertrag muss den genauen Verwendungszweck der Fotos enthalten und kann auch ein bestimmtes Modelhonorar und eine Nutzungsdauer definieren. 

Generell wird ein Modelrelease im kommerziellen Bereich verwendet, also in der Werbung und in der Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen. Im redaktionellen Kontext, also bei Zeitschriften und anderen Publikumsmedien, ist er nicht so weit verbreitet. Allerdings gibt es immer mehr Redaktionen, die sich mit einem Modelrelease gegen mögliche Klagen absichern. Für Fotografen ist diese Entwicklung unerfreulich, denn sie erschwert die oftmals hektische und chaotische journalistische Arbeitsweise: wenn man nach einer Ortsbegehung, einem Briefing mit dem Protagonisten, dem Ausleuchten, Fotografieren und Abbauen einer Blitzanlage noch an Modelreleases denken muss, dann ist das lästig. Modelreleases gibt es übrigens auch für Immobilien, da heißt es „Property Release“ und für Kinder, die natürlich Ihre Eltern unterschreiben lassen  müssen.

Ob Sie für den Abdruck eines Fotos ein Modelrelease benötigen, hängt vom entsprechenden Medium und dort wiederum von der Verlags-, Unternehmens- oder Agenturpolitik ab. Falls Sie sich unsicher sind, erkundigen Sie sich am besten in der Rechtsabteilung, der Chefredaktion oder der Geschäftsführung des Auftraggebers.