Kategorie: Besser fotografieren

Besser fotografieren! Wie Sie digitale Bildkompetenz erwerben.

Workflow

Was heißt eigentlich Workflow?
Das Wort Workflow oder Arbeitsablauf beschreibt die Abfolge aller Arbeitsschritte, die ein Fotograf bei seiner Arbeit berücksichtigt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die folgenden vier Schritte:

Fotografieren
Einlesen der Bilddaten von der Speicherkarte. Dabei sollten die IPTC Metadaten wie Copyright, Erstellungsdatum und Ort gleich angefügt werden. Auch die sinnfällige Dateibenennung sollte hier vorgenommen werden (bei professionellen Bildbearbeitungsprogrammen wie Adobe Lightroom, lassen sich diese Arbeitsschritte automatisieren). Falls möglich: Datenbackup.
Bildauswahl, Bearbeitung, Verschlagwortung,  Verfassen von             Bildunterschriften und Erstellen finaler Bilddaten für den Kunden.
Archivieren und Erstellen von Sicherungskopien. Die Sicherungskopien sind deshalb so wichtig, weil es kein digitales  Speichermedium gibt, das zu 100 Prozent sicher gegen Datenverlust ist.

Verschlagwortung

Es ist eigentlich kurios, aber ein digitales Bild kann heute nur gefunden werden, wenn es vernünftig verschlagwortet wurde, denn man sucht in einer Bilddatenbank mithilfe von Begriffen nach bestimmten Eigenschaften oder Inhalten eines Fotos. Bis sich das ändert (das futuristische Konzept der „Hyperfotografie“ postuliert, dass eines Tages alle Fotos der Welt miteinander verknüpft sein könnten, so wäre es also möglich, ein bestimmtes Bildelement anzuklicken um dann alle Fotos angezeigt zu bekommen, die ein ähnliches Bildelement enthalten!), ist es also notwendig, Fotos zu beschreiben. Je gründlicher, desto besser. 

Bildbeschriftung und Metadaten

Fotos, die zur Publikation bestimmt sind, müssen beschriftet sein. Ein Bild ist schlicht nutzlos, wenn der Betrachter nicht weiß, was genau er darauf sieht und wer das Foto geschossen hat (Letzteres ist speziell für die Honorarabrechnung wichtig!).

Kalibrierung und Farbprofile

Das Abstimmen verschiedener Geräte aufeinander wird „Kalibrierung“ genannt. Mit einem Gerät, das von der Größe und Form her einer Computermaus ähnelt und einen Farbensensor enthält, können Monitore und Drucker „ausgemessen“ und aufeinander abgestimmt werden.

Farbräume

Ein ähnlich abstraktes Thema in der digitalen Fotografie ist das der Farbräume. Jeder hat schon mal was davon gehört, aber kaum jemand weiß etwas damit anzufangen.

Bildgrößen und Bildauflösung

Je nachdem, wie und für welches Medium Sie ein Foto verwenden wollen, benötigt es unterschiedliche Bildauflösungen. Leider ist das ein Thema, das gerne zu Missver-ständnissen führt, weil der relativ simple Sachverhalt oft nicht verstanden wird. Dabei ist alles ganz einfach!

Sensorgrößen

Was sind eigentlich Sensorformate?
Das Sensorformat beschreibt die Größe, des in der Kamera verbauten Sensors. Generell kann man feststellen: je größer der Sensor, desto höher die Bildqualität.

Bilddatei-Bennenung

Die wichtigste Komponente eines übersichtlichen Bildarchives ist der Bilddateiname. Sobald Sie eine größere Anzahl von Fotos auf ihrem Rechner haben, sind Sie darauf angewiesen, Ihre Bilder gezielt und schnell zu finden.

Bilddatei- Formate

Technische Anforderungen an das digitale Bild
Es gibt unzählige technische Möglichkeiten, ein digitales Foto zu erstellen und für eine Veröffentlichung bereitzustellen. Je genauer Sie wissen, wie Ihr Foto später verwertet werden soll, desto gezielter können Sie Ihr Bild fotografieren (lassen) und konfektionieren.

Fotografenbriefing

Der beste Weg, genau die Fotos zu bekommen, die man von einem beauftragten Fotografen benötigt, erfolgt über das ausführliche Briefing. Das Briefing ist die Voraussetzung dafür, dass sich die Erwartungen des Auftraggebers mit der Umsetzung des Fotografen decken.  In der E-Mail an den Fotografen stehen alle Eckdaten des Shootings mit Zeitpunkt, Ort und Ansprechpartner. Die einzelnen Motivwünsche sollten so konkret wie möglich und so umfangreich wie nötig geäußert werden.
Im redaktionellen Bereich ist es nicht unüblich dem Fotografen das Manuskript  zu mailen (sollte es schon vorliegen). Er kann sich davon für seine Bildideen inspirieren lassen. Wenn nach der Mail auch nochmal telefoniert wird, ist das vorbildlich! Oft ergeben sich im Telefonat zwischen Fotograf und Bildredakteur weitere Ideen und Alternativen.
Im kommerziellen Bereich der PR- und Werbefotografie werden Scribbles (Skizzen) oder Platzhalterfotos eingesetzt. Die Vorgaben sind hier stringenter und oft transportiert ein Agenturfoto in Layoutqualität eine fotografische Anmutung besser, als ein beschreibender Text. Egal wie das Briefing aussieht, es geht immer darum, Erwartungen an das Bild mit der Umsetzung des Fotografen in Einklang zu bringen.
Übrigens sind wir Fotografen notorische Termin-Aufschieber – es ist also sinnvoll, eine Deadline für die Abgabe der Bilder zu definieren, ansonsten kann es zu unnötigem Stress kommen.

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