Es ist eigentlich kurios, aber ein digitales Bild kann heute nur gefunden werden, wenn es vernünftig verschlagwortet wurde, denn man sucht in einer Bilddatenbank mithilfe von Begriffen nach bestimmten Eigenschaften oder Inhalten eines Fotos. Bis sich das ändert (das futuristische Konzept der „Hyperfotografie“ postuliert, dass eines Tages alle Fotos der Welt miteinander verknüpft sein könnten, so wäre es also möglich, ein bestimmtes Bildelement anzuklicken um dann alle Fotos angezeigt zu bekommen, die ein ähnliches Bildelement enthalten!), ist es also notwendig, Fotos zu beschreiben. Je gründlicher, desto besser. 

Die renommierte Bildagentur laif beispielsweise, bittet ihre Fotografen bei der Verschlagwortung  ihrer Fotos um folgende Kriterien:

Die Verschlagwortung sollte immer sachlich und bildinhaltsbezogen sein.

Sie sollte möglichst präzise sein .

Auch assoziative und intuitive Schlagwörter müssen sich sachlich genau auf das Foto beziehen.

Synonyme sollten umfangreich erschlossen werden, sich aber auf den aktuellen Sprachgebrauch beziehen.

Homonyme sollten möglichst durch Wortverbindungen (Adjektiv-Substantiv-

Verbindungen) oder Spezifizierung ersetzt bzw. erweitert werden (Akkord =

Akkordarbeit, Bank = Sparkasse, Deutsche Bank, Kreditinstitut, Bankgebäude etc.).

Es wird in neuer Rechtschreibung verschlagwortet, im Zweifelsfall wird neue und alte Rechtschreibung synonym gesetzt.

Es werden keine Sonderzeichen verwendet, Umlaute werden aufgelöst.

Die Ansetzung erfolgt im Singular, ohne Flexion (Nominalstil).